Fachbegriffe
A/D-Wandler
A/D steht für Analog/Digital. Der A/D Wandler ist die Schnittstelle an der ein anloges Signal (z.B. von einer Tonbandmaschine) auf ein digitales Medium (z.B. Festplatte) überspielt wird. Alle physikalischen Informationen werden dabei in Bits und Bytes „gewandelt". Diese Schnittstellen gibt es in verschiedensten Ausführungen wie z.B. Klinke, Chinch, XLR etc.
AES/EBU
Das AES/EBU-Interface (Norm: Standard AES3-1992 [ANSI S4.40-1992]) dient zum seriellen Übertragen von zweikanaligen, digitalen Audiodaten. Das AES/EBU-Format kennt zwei Versionen: die professionellere Ausführung mit symmetrischen Übertragungswegen und XLR-Anschlüssen und die semiprofessionelle Variante, die unsymmetrisch mit Chinch-Steckern verdrahtet wird (und auch als S/PDIF bekannt ist).
Attack
Bezeichnet die erste Phase einer Hüllkurve. (siehe Hüllkurve) Im Falle einer Audioquelle beschreibt Attack die Geschwindigkeit, mit der ein Audiosignal an Lautstärke gewinnt. Die Attack-Zeit einer Geige ist z.B. sehr langsam, während die Attack-Phase einer Snare extrem schnell ist.
Als Parameter eines Kompressors bestimmt die Attack-Phase die Verzögerung mit der der Kompressionsvorgang nach Überschreiten des Threshold-Wertes beginnt.
Bandpass-Filter
Der Bandpass-Filter ist eine spezielle Form des Equalizers. Innerhalb zweier definierter Audio-Frequenzen, können diesen Filter alle Audio-Signale passieren. Außerhalb dieser zwei definierten Frequenzen aber nicht. Beispiel: Bandpass mit den Eckpunkten 4kHz und 6kHz bedeutet: Frequenzen zwischen 4000 und 6000 Herz werden weitergeleitet, Frequenzen unterhalb von 4000 Herz und überhalb von 6000 Herz hingegen werden ausgefiltert.
Bypass
Fast alle modernen Effektgeräte besitzen einen Bypass-Schalter um schnell zwischen unbearbeiteten Eingangssignal und bearbeitetem Ausgangssignal (also bereits mit Effekt versehen) vergleichen zu können. Im Fall eines Kompressors wäre es also über einen Bypass Schalter möglich, blitzschnell zwischen komprimierten und unkomprimierten Signal zu wechseln, um so die Unterschiede hören zu können.
D/A-Wandler
Siehe A/D Wandler, nur hier wird von einem digitalen Signal auf ein analoges Signal gewandelt
dB
Als dB (Dezibel) ist die Einheit für Schalldruck und definiert die Lautstärke.
De-Esser
Ein De-Esser ermöglicht die Reduzierung der sogenannten Zischlaute, die oft bei Aufnahmen der menschlichen Stimme entstehen. Unter Zischlauten versteht man gesprochene oder gesungene Buchstaben wie „S" oder „Z", die später in der Aufnahme störend hervortreten.
Über einen De-Esser lassen sich Zischlaute nachträglich entfernen. Wendet man einen De-Esser zu stark an, wird aus unserem Vocal-Talent ein Lispler.
Dynamik
Schwankt eine Signalquelle in ihrer „Lautheit", spricht man von einer hohen Dynamik. Die Dynamik der menschliche Stimme ist z.B. sehr hoch. Bereits in einem gesprochenen Satz kann jedes Wort eine andere Lautstärke besitzen. Kompressoren sorgen nun dafür diese Lautstärkeunterschiede zu „komprimieren" um die Dynamik zu verringern und die Laustärke auf einen gleichmäßigen Pegel zu bringen. Erst erreicht z.B. ein Gesangsaufnahme in der Mischung seine Sprachverständlichkeit und Durchsetzungsfähigkeit.
Equalizer (EQ)
Das menschliche Ohr kann in gesundem Zustand ein Audio-Frequenzspektrum von 20 Hz (Bässe) bis 20kHz (extreme Höhen) wahrnehmen. Der Equalizer erlaubt es, Audiosignale in bestimmten Frequenzbereichen anzuheben oder abzusenken. Wir genau dabei eine bestimmte Frequenz bestimmt werden kann, hängt von der Art und Qualität des Equalizers ab.
Expander
Ein Expander ist quasi das Gegenteil eines Kompressors. Verlorene Dynamik kann durch einen Expander zurückgeholt werden.
Fader
Ein Regler zur Veränderung eines definierten Parameters. Der Regler sitzt auf einer länglichen Bahn. Mischpulte verfügen gewöhnlich über Fader zur Veränderung der Lautstärken der Eingangssignale. Fader haben den Vorteil das sie auch optisch schnell vermitteln ob der Parameter auf einen hohen oder niedrigen Wert eingestellt ist.
Feedback Destroyer / Eliminator
Feedback Destroyer erkennen die Audiofrequenzen der störenden Rückkopplungssignale, die bei Live-Auftritten zu diesen unangenehmen Pfeiftönen führen und senken diese Frequenzen ab.
Frequenz-Regler
Zur Einstellung der Einsatzfrequenz des Filters im Sidechain-Weg. Innerhalb eines Gates ein gerne verwendeter Parameter um bestimmte Frequenzen auszugrenzen, damit diese nicht versehentlich das Gate ungewollt auslösen.
Gain-Regler
Regler zur Verstärkung oder Absenkung des anliegenden Eingangssignals
Gate
Erst wenn das Eingangssignal mit durch seine Lautstärke, einen voreingestellten Threshold-Levels (siehe Threshold) überschreitet, öffnet das Gate seine Tore (Gate =Tor) und lässt das Audiosginal passieren. Unterschreitet die Lautstärke den Threshold-Level, schließt das Gate seine Tore wieder. Gerade zur Ausgrenzung von hörbaren Rauschanteilen während der Signalpausen, ist ein Gate ein willkommenes Werkzeug.
Hard Knee
Überschreitet das eingehende Audiosgnal den Threshold-Wert (siehe Threshold) eines Kompressors, beginnt der Kompressor zu arbeiten. Wie schnell dies geschieht, bestimmt dieser Parameter. In der Hard-Knee Position beginnt die Kompression sofort - in der Soft-Knee Stellung setzt der Kompressionsvorgang langsamer ein
Kompressor
Verringert die Dynamik des Eingangssignals (siehe auch Dynamik) und fördert damit die Durchsetzungskraft einzelner Audiosignale oder den subjektiven Eindruck der Lautstärke eines ganzen Musikstückes (siehe Mastering)
LED
Leuchtdiode; dient zur optischen Kontrolle von Parameterwerten
Limiter
Ein Limiter begrenzt ein Signal auf einen zuvor definierten Pegel. Er verfügt über die selben Parameter wie ein Kompressor, allerdings erlaubt er wesentlich höhere Ratio-Einstellungen von 10:1 bis 20:1.
Mastering
Nach Fertigstellung einer "Mischung" (siehe Mixdown) werden z.B. alle Musikstücke die auf eine CD kommen, in ihrem Klangverhalten und ihrer Dynamik angeglichen, die Reihenfolge der Stücke wird festgelegt, die Abstände zwischen den Stücken etc.
Mastering bezeichnet heute aber auch die Bearbeitung nach der Mischung eines einzelnen Musikstückes OHNE in dieses Bezug zu anderen Stücken zu setzen. Der Klangcharakter Stückes wird dabei nochmals beurteilt und gegebenenfalls verändert. Dabei können nicht mehr einzelne Spuren bearbeitet werden wie in der Mischung, wohl aber einzelne Frequenzbänder mit Equalizern und Multiband-Kompressoren.
Mixdown
Sind alle Spuren aufgezeichnet und zur Wiedergabe bereit, werden Sie in der "Mischung" zusammengefügt. Jede Spur erhält dabei seine eigenen Equalizer-, Lautstärke und Effekteinstellungen.
Multiband Kompressor
Ein spezieller Kompressor, der die Kompression abhängig von Frequenzbändern vornehmen kann. So können z.B. die Bässe eines Stückes stärker komprimiert werden als die Höhen. Das ist insbesondere vor dem Hintergrund interessant, dass die tiefen Frequenzen wesentlich mehr Energie haben als die hohen. Ohne Multibandkompressoren beginnen die oberen Frequenzen bei starken Kompressionsraten zu ´pumpen´. Multiband Kompressoren werden vor allem im Mastering eingesetzt, aber auch bei Live-Applikationen hat sich der Einsatz bewährt.
Normalize
Die "Übersteuerung" digitaler Medien führt sofort zu hässlichen Störgeräuschen. Aus diesem Grund behält man sich bei Digitalaufnahmen eine gewisse „Reserve" in der Aussteuerung vor. Über „Normalizing" wird später der maximale Pegel (Peak) mit dem maximal möglichen Pegel verglichen. Die Lautstärke des gesamten Stückes (oder markierten Bereiches) wird dann um diese Differenz angehoben.
Peak
Die lauteste Stelle eines Musikstückes oder Audiobereichs. Der Begriff Peak über einer Leuchtdiode auf Dynamikprozessoren aber auch gerne verwendet, um vor Übersteuerungen zu warnen.
Phasenumkehrung
siehe „symmetrisch"
Ratio
Bezeichnet die Stärke der Kompression also die Verminderung des Pegels nach Überschreitung des Threshold-Wertes. Eine Ratio von 4:1 bedeutet, dass eine Erhöhung des Audiosignals um 4dB nur zu einer Erhöhung des Ausgangssignals um 1dB führt.
Release
Der Release Parameter eines Kompressors, gibt die Zeit an, die der Kompressor nach dem Unterschreiten des Threshold Wertes benötigt, bis er nicht mehr komprimiert.
Röhrentechnik
Röhrentechnik bringt in die Welt des digitalen Tonstudios den Klang und die Wärme der Analogära zurück, die den kalten, digitalen Sounds wieder Fülle und Leben verleiht.
S/PDIF
Abkürzung für SONY/PHILLIPS DIGITAL INTERFACE. Gebräuchlichste Digitalschnittstelle am Consumer Markt.
Sample-Rate
Die Sample-Rate, auch Sampling-Frequenz genannt, ist die Anzahl der Samples, die pro Sekunde erfasst werden Sie wird auch „Abtastrate" genannt,Eine Sample-Rate von 48kHz bedeutet also, das pro Sekunde 48.000 Samples erfasst werden.
Sidechain
Über den "Seiteneingang" lassen sich bestimmte Frequenzen ausgrenzen. Im Falle von Gates (siehe Gate) könnte dadurch z.B. verhindert werden, dass bestimmte Frequenzen zum Auslösen des Gates führen.
Soft Knee
Siehe Hard Knee
symmetrisch
Symmetrische Leitungen (engl. balanced) führen im Vergleich zu unsymmetrischen zwei Tonadern in einem gemeinsamen Schirm. Beide Tonadern führen die gleichen Signale, die jedoch gegeneinander in der Phase um 180° gedreht sind. Die beiden Adern werden mit (a) [auch "hot" und "high"] und (b) [auch "cold" und "low"] gekennzeichnet.
Threshold
Der Threshold-Level- oder auch Schwellwert genannt- bezeichnet jene Stelle an der ein Dynamikprozessor zu arbeiten beginnt. Steht der Threshold-Wert z.B. auf 10dB, werden Signale unterhalb von 10dB nicht bearbeitet. Erst wenn Signale die 10dB Marke starten die Dynamikprozessoren ihre Arbeit. Der Threshold-Level von Kompressoren sind selbstverständlich frei wählbar .
XLR
Professionelle Steckverbindung, die sowohl analoge als auch digitale Signale führen kann.
VU-Meter (Volume Unit Meter)
Das VU-Meter zeigt auf einer Skala die Lautstärke an und ist in der Lautstärkeempfindung dem Gehör angenähert. D.h. erst ein Impuls von einer Länge mit ca. 300ms kann exakt angezeigt werden. Das hat zum Effekt, das z.B. Pegelspitzen von Percussioninstrumenten nicht mehr genau angezeigt werden können.
VU-Meter werden deshalb in der Regel mit einem Vorlauf von 4 bis 8dB versehen und zeigen deshalb bei Dauersignalen, wie z.B. flächigen Synthesizer-Sounds einen zu hohen Pegel an.
Kontakt zu DITHANEVENT
T. +43 664 - 15 20 902
E. info(at)dithanevent.at
Wir beantworten gerne Ihre Fragen und beraten Sie bei der Planung Ihrer Veranstaltung!
Ansprechpartner
Ihr Ansprechpartner in Sachen Licht-, Ton- und Bühnentechnik:
Thomas Dorner
T. +43 (0) 664 - 15 20 902
thomas(at)dithanevent.at
